Yang Family Tai Chi Chuan - weltweiter Bedarf als Gesundheitsprävention statt Kampfkunst

In China selbst und im gesamten Westen ist das Interesse an Kampfkunst gesunken und zugleich der Bedarf an ganzheitlicher Gesundheitsförderung stark gestiegen. Welchen Beitrag kann der Yang-Stil im allgemeinen und das Yang-Family-Taichi an der Stärkung Innerer Widerstandskraft und Resilienz leisten? Je nach Zielgruppe sollte man bestimmte Themen behandeln - neben den Übungen selbst gehören dazu auch die "Ungereimtheiten" bzgl. der Familientradition. Dies stößt zwar in der Erwachsenenbildung und Gesundheitsbildung auf große Zustimmung, aber traditionell-esoterisch ausgerichtete Lehrer, die es immer noch gibt, lehnen dies im Interesse einer immer wieder beschworenen Harmonie-Suche ab (s. Tai Chi Symposium 2014 USA). Den Versuch einer Checkliste für gemeinnützige Träger wie Sportvereine, Krankenkassen und Volkshochschulen unternimmt Dr. Langhoff am Beispiel des Yang Family Tai Chi. Er belegt seine Thesen mit Zitaten von Yang Jun und dessen Schülern.

Yang Family Transmissions

Fictions and scientific scrutiny: Updates: www.yang-chengfu.org/yang-familie.html.

Update: Nirgends wird die Yang-Jun-Mission in ihrer Gesamtheit dargestellt. Auch wird das zugrundeliegende Narrativ einer Glaubens-Gemeinschaft nicht ausreichend kommuniziert. Das TCZ-Korrektiv zum "Yang-Chengfu-Center-Syndrom" möchte diese Lücken schließen, um die nötige Transparenz zu sichern. Erstmals wird hier versucht, tiefergehende Aspekte in größere Zusammenhänge einzubetten und mit Updates laufend zu erweitern. Quelle: Yang Chengfu Center.

Taijiquan und Shindo Yoshin Ryu - "Internals" der Kampfkünste im Vergleich

Viele Menschen sind fasziniert von der anscheinenden Leichtigkeit und Magie fließender Bewegungen Innerer Kampfkünste. Natürlich geht es bei den DTB-Forschungen nicht um die Frage, welche Kampfkunst besser sei. Vielmehr soll erforscht werden, was konkret von dem vielen, das im Taiji über die Generationen verloren gegangen ist, erschlossen werden kann durch den Vergleich mit dem Shindo Yoshin Ryu.

Yang Family Taijiquan - muss die Fachliteratur revidiert werden?

Die häufig behauptete Einzigartigkeit des "Chinesischen Schattenboxens" kommt in der Taiji-Szene durchweg gut an - es steigert die Werthaftigkeit und man gehört zu einer besonders privilegierten "In-Group". Doch der DTB ist angetreten, diese Behauptung mit wissenschaftlichen Studien zu widerlegen. Sollten sich die Thesen bestätigen, so müsste praktisch die gesamte Fachliteratur umgeschrieben und korrigiert werden. Betroffen wären auch die Direktiven der Yang Chengfu Center und der International Association .

Yang Jun Seminare

Die Implikationen der SYR-Forschungen auf die Mantras der Familie Yang werden ausgeführt am Beispiel der Lehrgänge des Linienhalters: . Update: Multimedia-Faktencheck: Seminare Yang Jun Yang Zhenduo. Stundenbilder: Hamburg Tai Chi Ausbildung. Seminar-Rezensionen: Lübeck Kiel Ausbildung .

Lesetipp zu Vorurteilen des Yang-Family-Taijiquan: SYR-Lehrgangsbericht von Hans und Sabine: Tai Chi Ausbildung Kiel Lübeck

Taijiquan - Esoterik und Faktencheck für mehr Reputation

Discussion: Shindo Yoshin Ryu Mainline Katsunosuke, OtsukaDTB-Studien zu den Prinzipien des Wado Karate  werfen auch ein neues Licht auf das chinesische Tai Chi. Sie lassen vermuten, dass das "chinesische Schattenboxen" seinen Nimbus als "einigartige Innere Kampfkunst" verlieren könnte. Wesentliche Teile der Fachliteratur müssten dann umgeschrieben werden. Eine solche Ersetzung von Fiktionen durch Fakten sieht der DTB als wichtigen Beitrag zu mehr Transparenz in der Gesundheitsförderung mit fernöstlichen Künsten.

Die "Szene" ist von solchen Ideologie-freien Studien naturgemäß wenig begeistert - eine Verringerung der eigenen Werthaftigkeit und die des Tai Chi ist schwer zu akzeptieren und kann zu finanziellen Einbußen führen. Der DTB ist jedoch kein Lobby-Verband sondern betreibt objektiven Faktencheck. Dies stößt auf wenig Gegenliebe bei all denen, die sich nicht an Wissenschaft ausrichten wollen, sondern an Esoterik, Mythen, Legenden und Ähnlichem.

Die Thesen werden für Laien noch klarer, wenn man das Shindo Yoshin Ryu Jujutsu (Mainline/ Otsuka) zur Veranschaulichung einbezieht. Hauptthemen sind Innere Kraft (Inner Power, Nairiki) und Prinzipien Innerer Kampfkunst (Internal Martial Arts). All dies erweist sich als sehr spannend und aufschlussreich, denn viele Techniken dieser Künste muten auch dem Experten auf den ersten Blick magisch an. Doch läßt sich alles physikalisch erklären - ein Zugriff auf esoterische Begriffe wie "Ki" oder "Qi" ist unnötig und wenig hilfreich.

Yang Family Taijiquan - Beziehungen zum japanischen Shindo Yoshin Ryu Jujutsu ?

Die übergeordnete Fragestellung des Wado-Arbeitskreises lautet "Haben Tai Chi und Karate gemeinsame "Internals", also gemeinsame "Innere Prinzipien?" Eine eingegrenzte Frage lautet nun "Haben Tai Chi und Shindo Yoshin Ryu Jujutsu gemeinsame "Internals?"

Dem Tai Chi werden Prinzipien wie Geisteskraft, Fließen, Weichheit, Flexibilität und Nachgiebigkeit zugesprochen. Diese findet man jedoch auch in japanischen Systemen wie Aikido, Jujitsu, Judo und dem Wado-Ryu-Karate - und eben auch im Shindo Yoshin Ryu Jujutsu

Sollten sich solche oder zumindest Ähnlichkeiten nachweisen lassen, so wären zentrale Thesen der Yang-Family widerlegt und die Tai-Chi-Geschichte müsste neu geschrieben werden. Tai Chi wäre dann keineswegs einzigartig aufgrund seiner Prinzipien - s. Yang Family Taijiquan und das japanische Shindo Yoshin Ryu Jujutsu.

Die offizielle Yang-Taiji-Stilart der Yang Familie wurde begründet von Yang Luchan und innerhalb der Familie Yang tradiert. Yang Chengfu (3. Generation) hat die Zahl der ursprünglich 13 Prinzipien auf 10 reduziert. Betrachtet man die ursprünglichen 13, so ergeben sich noch zusätzliche Ähnlichkeiten zum Jujutsu allgemein und zum Shindo Yoshin Ryu im besonderen.

Zhang Zhuan Stehende Säule - Sindo Yoshin Ryu ForschungPush Hands Prinzipien und Shindo Yoshin RyuZukünftige Projekte sind "Qigong/ Stehende Säule /Zhang Zhuan" und "Push Hands / Tuishou". Doku/ Tags: Yang Family Taijiquan, Historie, Prinzipien, Vergleichende Forschung Jujutsu, Shindo Yoshin Ryu. S. auch: Nairiki Kata No Gyo, Innere Kraft, Nairiki Kata und Taijiquan: Nairiki

 


Taijiquan: Müssen grundlegende Punkte der Fachliteratur revidiert werden?

DTB-Gründungsmitglieder erforschen das Yang Family Taijiquan und das japanische Shindo Yoshin Ryu Jujutsu auf wissenschaftlicher Grundlage. Erste DTB-Thesen: Es gibt im Shindo Yoshin Ryu Jujutsu grundlegende Ähnlichkeiten zum Taijiquan bei den Fachbegriffen (s. Glossar):

  • Anteho / Fuanteho = starke Linie / schwache Linie, Boden-Verbundenheit, Körperdynamik
  • Atemi = Schlag zur Ablenkung, Verwirrung
  • Ju Jutsu (Jujitsu) = Flexible Kampfkunst, Anpassung
  • Kake = Kontrolle zum Abschluss einer Übung
  • Kata = festgelegte Form, Solo und mit Partner (unterschiedliche Definition bei Otsuka)
  • Kuzushi = Brechen der Haltung, Verlust des Gleichgewichts
  • Musubi (Go / Ju) = Harte Verbindung / Weiche Verbindung, Partnerkontakt und Körperwahrnehmung
  • Nairiki No Gyo = Übungen für Innere Kraft
  • Sente = Initiative/ Angriff im Bujutsu: Go No Sen, Sen No Sen, und Sen Sen No Sen
  • Ten Chi Jin = Himmel-Erde-Mensch
  • Tsukuri = ("Machen") Eröffnung als Vorbereitung zum Werfen
  • Yoshin = Herz/Geist der Weide, Vorbild der chinesischen Weide mit aufrechten Zweigen (Salix sinopurpurea)

Die "International Yang-Family Tai Chi Association", das "Yang-Family Tai Chi" und die "Yang-Family"

Die Genealogie von Meistern stellen Verbände der einzelnen Taiiji-Familien gern mit Familien-Soziogrammen dar. Doch die Probleme reichen oft weit unter die Oberfläche. In der Öffentlichkeit sind die Meister der Yang-Familie durchweg bekannter als die Meister der anderen Familienstile. Das liegt einerseits daran, dass der Yang-Stil weltweit am verbreitetsten ist und andererseits an der massiven Werbung der Familie Yang. Da diese sich in zwei divergierende Zweige aufgeteilt hat, sind auch deren Werbe-Aussagen völlig unterschiedlich konzipiert. Gemeinsam ist der Bezug auf den Stammbaum der Familie seit Yang Luchan. Doch dahinter schwelt ein Machtkampf der zerstrittenen Clans. Es ist der Streit darüber, wer für das "traditionelle Tai Chi" steht. Von den Fakten her ist die Sachlage klar: Der älteste Yang-Chengfu-Sohn Yang Shouchung unterrichtet die ältere Form und sein jüngerer Bruder aus zweiter Ehe Yang Zhenduo unterrichtet die modernisierte Form. Quelle: Rezension: Yang Family Tai Chi Association.

Doch hier kommt die chinesische Politik ins Spiel: Yang Zhenming war 1948 nach Hongkong geflüchtet - und wurde seither in der Volksrepublik China als "Persona Non Grata" offiziell totgeschwiegen. Als Gegenpart wurd der in China verbliebene Yang Zhenduo aufgebaut. Während dieser früher fairerweise seine Form als "Yang-Stil" bezechnete, änderte er dies später in "traditionell" - ich vermute, auf Druck chinesischer Funktionäre. Dieses "Gezerre um die Deutungshoheit" zeigt sehr anschaulich, welch große Rolle Begrifflichkeiten und Schlagworte in der Werbung spielen können. Daher sollte sich jeder Lehrer auskennen mit den unseriösen Suggestionen, die die Bezeichnungen "International Yang-Family Tai Chi Association", "Yang-Family Tai Chi" und "Yang-Family" heutzutage beinhalten.

Lesetipp:  Push Hands (Tuishou)

Der neue Push-Hands-Essay von DTB-Ausbilder Dr. Langhoff beleuchtet die ganze Bandbreite des "Push-Hands (Tuishou)" aus ideologie-freier Sicht, denn der Autor, Dr. Langhoff, ist keiner chinesischen Dynastie zu Loyalität und Gehorsam verpflichtet. Hier beschreibt der DTB-Ausbilder die Grundzüge der Tuishou-Thematik in Forschung, Unterricht und Lehre. Wenngleich Push Hands seine einstige Strahlkraft immer mehr verliert, so sollte man sich dennoch mit den Partnerübungen intensiv befassen. Mit dem Tuishou-Thema sind wir mittendrin im Herz des Tai Chi Chuan - und auch des Qigong. Denn bei den "Schiebenden Händen" geht es im Endeffekt um "Innere Kraft" - und damit um den Einsatz der "Qi-Energie (Fajin)". Zentrale Themen sind "Sung-Entspannung", "Yin-Yang-Philosophie" und "Resilienz". Quelle: Push-Hands-Ausbildung.

 



von tthh:

DTB-Forschungen und Diskussionen zum Yang-Family-Taijiquan - übergeordnete Standpunkte und Perspektiven führen zum Umdenken

All dies läßt Zweifel aufkommen, ob die Dinge so richtig und vollständig dargestellt sind. Wahrscheinlich müßte aufgrund neuer Forschungsergebnisse und Thesen "die Geschichte umgeschrieben werden", wie dies in anderen nicht so traditionell geprägten Disziplinen gang und gäbe ist. Das finden auch immer mehr offene Lehrer im DTB. Gerade in Tai-Chi-Lehrer-Ausbildungen sollte der Fakten-Check stärker in den Vordergrund gestellt werden, damit nicht weiterhin Legenden, Esoterik und Halbwahrheiten Priorität haben. Vielfach gilt noch die Parabel von "Des Kaisers neue Kleider".

Tai Chi und Jujutsu - Unterschiede und Gemeinsamkeiten

der traditionellen Samurai-Kampfkunst Jujitsu. Genauer gesagt ist es die spezielle Richtung Shindo-Yoshin-Ryu. Übersetzt bedeutet dies "Neuer Stil des Weidenbaum-Geistes/Herzens). Zum Wesen der Weide gehört es, im Winter die Schneelast abgleiten zu lassen, wenn der Druck zu groß wird. Diese überlegene Strategie kam aus der chinesischen Kampfkunst nach Japan und wurde dort vervollkommnet. Sie beruht auf der komplexen Koordination unterschiedlicher Muskelgruppen zu einer komplexen Ganzheit, die ohne rohe Körperkraft funktioniert - und dass sie funktioniert bemonstrieren Meister gern !

Innere Kraft, Ganzheitliche Kraft - Neijia, Nairiki

Die "neue Art von Kraft" - die Innere Kraft - kultiviert der Meister z. B. durch das Stehen. Neue Muskeln werden entwickelt und benutzt für eine korrekte Körperstrukur. Diese sorgt für optimale Körperausrichtung und damit für Entspannung besonders der Schultern und Hüften. Diese wiederum ermöglicht die unglaublich schnellen Bewegungen z. B. in der Schwertkunst. Besonders Körperdrehungen sind dann "ausgewuchtet" - zentriert ohne störenden Schwung bzw. Trägheit.

Körperstruktur: Ausrichtung von Becken und Wirbelsäule

Die korrekte Haltung ist im Tai Chi von überragender Wichtigkeit. Kampfkunst-Techniken können nur funktionieren bei korrekter Verbindung von Wirbelsäule und Becken. Stimmt der Winkel nicht, so muss man Kraft einsetzen und das Prinzip ist nicht richtig umgesetzt. Damit im Zusammenhang stehen die Füße und wie sie das Gewicht auf die ganze Fläche verteilen.

Arme und Beine - anders als im Alltag

Ein ganz besonders interessantes Thema ist das Zusammenwirken von Armen und Beinen in manchen Jujutsu-Stilen. Es ist entgegengesetzt zum Alltag, denn die Beine sollen aktiv ziehen - den Sehnen der Kniekehle (hamstrings) kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Diese Kraft addiert sich zur Schwerkraft. Siehe dabei auch die Rolle der Arme, die entgegen dem Alltagsprinzip nicht ziehen dürfen sondern stets stoßen sollen. Also gilt immer: Die Beine ziehen und die Arme stoßen. Sie sollen dabei weit reichen und sich strecken.

Lernen und Eigenwahrnehmung

Wohl das wichtigste Aspekt ist das disziplinierte Lernen selbst. Man darf die Übungen nicht mechanisch machen sondern muss sich intensiv selbst wahrnehmen. Diese Eigenwahrnehmung (Propriozeption) erstreckt sich zum Einen auf das Äußere, d. h. die eigene Position im Raum. Zum anderen muss man beim Üben stets in sich hineinspüren und erfühlen wie man innerlich strukturiert und positioniert ist. Der Lehrer bietet dem Schüler dann fortschreitend neue Ebenen des Lernens an.

Beim Tai Chi heißt die Forderung, Geisteskraft zu nutzen statt roher, ungeschulter Körperkraft

Lineare und spiralförmige Kraftwege

Es folgen Ausführungen zu linearer Kraftwirkung und spiralförmiger Kraftwirkung. In Partner-Übungen wird erklärt, wie man sie sogar höchst effektiv kombinieren kann. Ein Besipiel sind Befreiungen aus Handgriffen. Dabei setzt man nicht an der Stelle des Griffes an sondern benutzt z. B. ausgeklügelte Schulterrotationen.

Lockere und harte Verbindungen

Dies ist ein wichtiges Thema im Tuishou (Push-Hands), der Partner-Übung des Taijiquan. Beim Kontakt mit dem Partner unterscheiden viele Jujutsu-Stile eine lockere und eine harte Verbindung. Die lockere benutzt man um dem Anderen das Erspüren des eigenen Zentrums zu erschweren und das Einsetzen der harten Verbindung bricht die Struktur des anderen. Interessant sind die Vergleiche zum japanischen Kakie und zum chinesischen Tuishou.

Balance aufrechterhalten durch Ableitung

Ein zentrales Thema ist das Aufrechterhalten der eigenen Balance - auch bei steigendem Druck des Partners. Dabei wird das östliche Bild von der Einheit von Himmel Erde Mensch veranschaulicht: Der Druck läßt sich bei korrekter Haltung und Struktur halb nach unten und halb nach oben ableiten, sodass man nicht aus dem Gleichgewicht gerät. U. a. durch die Nairiki-Kata lernt man, die Kraftwege im Körper entsprechend zu beeinflussen und zum eigenen Vorteil zu steuern.


Yang Family Taijiquan und das japanische Shindo Yoshin Ryu Jujutsu

 Erforscht werden sollen insbesondere Ähnlichkeiten zwischen den Prinzipien des Shindo Yoshin Ryu Jujutsu und den Taiji-Prinzipien der Yang-Familie. Diese Taiji-Stilart wurde begründet von Yang Luchan und innerhalb der Familie Yang tradiert. Yang Chengfu (3. Generation) hat die Zahl der ursprünglich 13 Prinzipien auf 10 reduziert.

Der Samurai Yokitoshi Shirobei Akiyama entwickelte sein Yoshin Ryu auf der Grundlage chinesischer Kampfkunst-Konzepte der Nachgiebigkeit und Flexibilität (japanisch "JU"). Enthalten ist auch das chinesische Konzept von Qi, der Inneren Lebenskraft. Akiyamas Übungen für NAIRIKI (chinesisch "Neijia") stehen dazu in enger Beziehung.

Iin der Yang-Familien-Tradition gibt es bekanntlich Übungen für Innere Kraft (s. Dr. Langhoff über Yang Family Tai Chi). Die zugrundeliegenden Prinzipien wurden zunächst von Generation zu Generation mündlich tradiert und erst von Yang Chengfus Schülern erstmalig niedergeschrieben. Sie sind als "Die Zehn Prinzipien" veröffentlicht und jedem Interessierten zugänglich. Unschwer ist die Ähnlichkeit mit Prinzipien von Y. Akiyamas Yoshin Ryu und H. Otsukas Shindo Yoshin Ryu.Diese Taiji-Stilart wurde begründet von Yang Luchan und innerhalb der Familie Yang tradiert. Yang Chengfu (3. Generation) hat die Zahl der ursprünlich 13 Prinzipien auf 10 reduziert (Hintergründe hier: Yang Family Yang Chengfu).

Es entsteht nun ein gravierendes Problem für ernsthaft Forschende: Die Yang-Familie hat sich festgelegt, dass ihre Prinzipien nur in drei Kampfkünsten gelten - nämlich Taiji, Bagua und Xinyi. Alle anderen seien "Externe Kampfkünste" und mit der Qualität der drei "Inneren" nicht zu vergleichen. Diese Meinung vertritt auch der gegenwärtige Linienhalter Yang Jun. Er bezieht sich dabei auf seinen Großvater und die Familien-Überlieferung und hat dafür DVDs erstellt (praktische Ausführung: Yang Jun DVDs). Yang Jun hat das Taiji nicht von seinen Eltern gelernt sondern von seinem Großvater. Dieser wiederum hat es auch nicht eigentlich von seinem Vater Yang Chengfu, da dieser starb als Yang Zhenduo noch ein Kind war (Quelle: Yang Chengfu, Yang Zhenduo und Yang Jun.

Interessanterweise bestehen auch zahlreiche Gemeinsamkeiten und Ähnlichkeiten zwischen den Prinzipien des Samurai-Kriegers Miyamoto Musashi und den Taiji-Prinzipien der Yang-Family.

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